1. Mannschaft - Regionalliga Südost

Vorschau Saison 2016/17: "Erste" steht vor schwerer Runde

 

Der Volksmund warnt ja immer vor dem „verflixten siebten Jahr“. Das haben die TSG Dossenheim und ihr Ehepartner Regionalliga mit dem dritten Platz erfolgreich hinter sich gebracht. Nun wollen wir wollen zwar keine Pessimisten sein. Aber das achte Jahr könnte eine verspätete Beziehungskrise mit sich bringen. Ironischerweise auch, weil es privat beziehungsmäßig bei den Dossenheimer Frauen bestens funktioniert, sodass Karin Kieffer und Ersatzdame Nathalie Tropf jeweils ein Kind erwarten und damit für den Spielbetrieb ausfallen. Da sich Spitzenspielerin Stefanie Arns wie schon lange angekündigt mehr und mehr zurückzieht und ihr männliches Pendant Konrad Schade auch einen Teil der Saison nicht zur Verfügung steht, steht die „Erste“ vor großen personellen Problemen. Umso mehr Verantwortung lastet nun auf den Schultern der Rest der Truppe um Kapitän Nils Feldmeyer.

Die Liga

Sie sahen bereits vergangene Saison lange wie der sichere Meister und Aufsteiger aus. Sie sind jung, ehrgeizig, in toller Frühform – und sie wollen es nun umso mehr wissen: Das Team des BC Offenburg ist klarer Favorit in der neuen Regionalliga-Runde und hat sich mit Laura Wich auf der Damenseite nochmals verstärkt. Einen gleichstarken Konkurrenten mit Aufstiegsambitionen sucht man vergeblich – was allerdings nicht heißt, dass die Liga schwächer geworden ist. Neuhausen-Nymphenburg II tritt neben der erfahrenen Garde um Eric Patz mit einigen interessanten Nachwuchstalenten bei den Herren wie Damen an. Mit Geretsried ist ein extrem spannender Aufsteiger mit noch spannenderen Jugendspielern gekommen, um zu bleiben, allen voran Jugend-Nationalspielerin Ann-Kahtrin Spörri. Neubiberg-Ottobrunn II setzt auf Altbewährtes und den hoch veranlagten Linkshänder Julian Edhofer, könnte aber vor einer schweren Saison stehen, zumal sie zwei Damen an Augsburg verloren haben. In den Reihen der Fuggerstädter spielt mir Robin Fiedler weiterhin einer der stärksten Einzelherren der Liga. Um einen Spieler seiner Klasse zu bekommen sucht und fragt man häufig sehr lange – und bemüht sich häufig doch vergeblich. Manchmal hat man aber auch einfach ein wenig Glück und es laufen einem die guten Spieler in die Hände. So wie Tübingen/Metzingen mit der amtierenden walisischen Meisterin im Mixed Ellen Mahenthiralingam oder wie Regionalliga-Rückkehrer Neusatz mit der ehemaligen Jugend-Nationalspielerin Mette Stahlberg. Die beiden baden-württembergischen Vereine sollten auch sonst genug spielerische Substanz für den Klassenerhalt haben.


Unsere Prognose

Ohne Frage: Die erste Mannschaft steht vor einer schwierigeren Saison. Der schwierigsten seit dem Aufstieg in die Regionalliga 2009. Es erscheint utopisch, eine Wiederholung der Erfolge aus den Vorjahren mit zuletzt drei dritten Plätzen zu erwarten. Dieses Jahr kann es für die „Erste“ nur ein Ziel geben: Den Klassenerhalt. Dafür muss sich die neue junge Dame Melina Wild (19) gegen die sehr starken Damen der Liga von Beginn an behaupten und auch die angedachte Nachverpflichtung für die Damenseite in der Rückrunde zünden. Und nicht zuletzt die erfahrenen Herren noch konstanter punkten.