Ab in den Sand! 6. Beachtennis-Turnier der Tennisabteilung

Am Samstag, den 09. September 2017 findet auf unserer Anlage das 6. Beachtennis-Turnier statt. Wir freuen uns über viele Teilnehmer und Zuschauer.

Hier gibt`s nochmal alle Infos in der Übersicht:

Heimvorteil genutzt: Zwei Titel und zwei zweite Plätze bei Bezirksmeisterschaften

Mit dem Heimvorteil im Rücken verliefen die Bezirksmeisterschaften an Pfingsten für unsere Tenniscracks sehr erfolgreich. Hannah Gaber verteidigte ihren Titel bei den Damen B. Das gleiche Kunststück gelang auf unserem Dauerabonnenten Thomas Jörg bei den Herren 60.

Neu in den Reigen der Bezirksmeister wurde Finn-Hendrik Kamer bei den Herren B aufgenommen. Neben den Titeln konnten wir auch mit zwei 2. Plätzen aufwarten: Amy Andrassy (Damen B) und Gabriele Gattaz (Damen 50). Allen Meisterinnen und Meistern sowie Platzierten unsere herzlichsten Glückwünsche!
Neuer Bezirksmeister bei den Herren B: Finn-Hendrik Kamer.

Saisoneröffnung 2017

Am Sonntag, den 23.04.2017 findet ab 11:00 Uhr auf unserer Anlage die diesjährige Saisoneröffnung statt.

Wir freuen uns auf Dich!

Völkerverbindende Erlebnisse während einer unglaublichen Radtour.

Unsere beiden Mitglieder Michael Mieger und Günter Helmle waren mit dem Rad unterwegs – ein satirischer Einblick von Michael Mieger.

Anfang Mai 2016 starteten Günter und ich genauer gesagt Günter Helmle und Michael Mieger unsere schon länger ins Auge gefasste Radtour rund um den Bodensee.

Die Räder wurden zerlegt, in Günter´s PKW gepackt und ab ging´s an einem  Montagmorgen nach Konstanz, dem Ausgangspunkt unserer Tour.
Die Fahrräder bewegten wir mit purer Muskelkraft.Eine Tatsache die in heutiger Zeit erwähnenswert ist, da mittlerweile immer mehr Ausnahmesportler mit E-Bikes unterwegs sind, mit denen sie sportlich gestylt und krampfaderbewehrt an Steigungen mit überlegenem Grinsen und oft auch mit einem, der Situation nicht angemessenen Spruch auf den Lippen, vorbei ziehen, um so ihre außergewöhnliche Energieleistung unter Beweis zu stellen.
Ungeachtet dieser an den Nerven zehrenden Begleitumstände, radelten wir bei angenehmem, trockenem Frühlingswetter los, erfreuten uns an den gut ausgebauten Radwegen entlang des Bodensees und genossen die schöne Landschaft.

Kaum hatten wir Konstanz hinter uns gelassen, befanden wir uns auch schon in der Schweiz. Leider versäumten wir es, im Vorfeld der Radwanderung die Finanzgestaltung dieses Landes im Kleingedruckten der Einreisebestimmungen sorgfältig zu studieren. Mein Reisepartner Günter konnte allerdings hier bereits, und zwar völlig überraschend, wie man gleich lesen wird, auf Grund seiner unerschütterlichen Haltung in dieser Sache, erste Pluspunkte für sich verbuchen.
In der Nähe von Romanshorn machten wir erstmals Rast und Günter sorgte für eine kleine Sensation, als er nämlich den Ruf des sparsamen Schwaben ad absurdum führte, indem er ohne mit der Wimper zu zucken, für ein bis zur unteren Bemessungsgrenze gefülltes Glas Bier umgerechnet über sechs Euro hinblätterte. Bewundernde Blicke älterer Damen am Nebentisch waren in der Folge nicht zu vermeiden. Nach einer verkürzten Autogrammstunde fuhren wir weiter.

Hinter Rorschach passierten wir die Grenze zu Österreich, wobei die Grenzposten, wohl aufgrund unseres sympathischen Aussehens, von der Schusswaffe überraschenderweise keinen Gebrauch machten.Ein Schusswechsel hätte auch nicht viel gebracht, da wir sowieso nicht hätten zurück schießen können. Außerdem befanden wir uns in einer körperlich guten Verfassung und hatten zudem Helme auf. Dieses Beispiel zeigt deutlich, wie wichtig es ist, insbesondere in den Belangen des kleinen Grenzverkehrs, mit einem gepflegten Äußeren auf sich aufmerksam zu machen.Für uns eine völlig neue Erfahrung. Wenn zwei, trotz ihres fortgeschrittenen Alters, blendend aussehende Sympathieträger, mit herkömmlichen Rädern und ehrlicher Tretarbeit, schweißgebadet, Grenzen überqueren, wird das auch im Ausland wohlwollend zur Kenntnis genommen, was zudem von großer Wichtigkeit ist, denn Deutschland braucht dringend solche Aushängeschilder.An das ständige Geklatsche am Straßenrand muss man sich allerdings erst gewöhnen, gerade weil sich daheim solche Beifallsbekundungen oft in sehr engen Grenzen halten.Aber was zählt schon der Prophet im eigenen Land? So erreichten wir schließlich Bregenz und fuhren unter dem tosenden Beifall der Bregenzer Bevölkerung weiter bis Lochau, wo wir, den akribischen Vorrecherchen Günters folgend, ein standesgemäßes Quartier in Beschlag nahmen. Da wir getrennte Betten hatten verlief die Nacht ohne besondere Vorkommnisse.

Am Dienstagmorgen machten wir uns nach einem ausgiebigen Frühstück auf den Weg in Richtung Lindau.Dort angekommen fiel uns die ruhige Atmosphäre in der Stadt auf.Später stellte sich heraus, dass die Bregenzer Behörden ihre Kollegen in Lindau im Voraus über unser Kommen informiert hatten.Durch entsprechend formulierte Lautsprecherdurchsagen wurden die Einwohner angehalten, trotzdem nicht in Panik zu verfallen und unter allen Umständen Ruhe zu bewahren.So konnten wir ohne jede Hektik das schöne und von Postkarten bekannte Hafenpanorama Lindaus bewundern.
Danach ging es weiter über Wasserburg, Nonnenhorn, Kressbronn Richtung Friedrichshafen. Hier hatte ich vor, einen Überraschungsbesuch bei guten Urlaubsbekannten zu tätigen.Vermutlich hatten die leider rechtzeitig von unserem Vorhaben Wind bekommen und Haus und Grund fluchtartig verlassen.Trotz mehrfach angewandter, ausgefeilter Klingel-und Klopftechniken öffnete niemand.So mussten wir, in hungriger Erwartungshaltung, auf eine kostenlose Brotzeit verzichten.
Der Anblick gepflegter Villengrundstücke am See und überraschend viele romantische Strandbäder, teilweise noch im Stil vergangener Jahrhunderte mit Holzkabinen auf Stelzen und vorgelagerten Badeplattformen, machte die soeben erlebte Enttäuschung wieder vergessen und beflügelte die Lust auf die kommende Badesaison. Die Badeanstalten waren allerdings noch geschlossen, die Strände zwar offen, doch hatten wir kaum Interesse, das auf Grund kühler Gewässertemperaturen, genitalieneinschrumpfende Badewasser durch olympiaverdächtige Schwimmbewegungen unzeitgemäß in Wallung zu bringen. Um dennoch sportlich in Form zu bleiben, zogen wir es vor, in Ufernähe einer bei Extremsportlern beliebten Randsportart, nämlich dem einarmigen Reißen alkoholischer Getränke, den Vorzug zu geben, um dann, entsprechend in Form, die nächsten Kilometer in Angriff zu nehmen.Eine Vorgehensweise die übrigens auch von führenden Alkoholikern immer wieder ausdrücklich empfohlen wird. Leider ereilte uns kurz hinter Friedrichshafen plötzlich und unerwartet eine zunächst nicht für möglich gehaltene Panne.Günters Radnavy, ein völlig überraschendes Geschenk seiner Lebensgefährtin, gab innerhalb weniger Sekunden den Geist auf.Die niederschmetternde Diagnose--- Akku leer. Zum Glück gelang es Günter, als ehemaligen IT Experten, vom Gepäckträger seines Rades, wo sich ein Aufladegerät befand, eine fachgerechte, kabelgestützte Direktverbindung zu seinem Fahrradnavy am Lenker herzustellen, und zwar ohne dabei das Tretlager nennenswert in Mitleidenschaft zu ziehen.Eine technische Meisterleistung, die mich an einen Szene aus dem Film „das Boot“ erinnerte, wo der erste Offizier die defekten Batterien im Maschinenraum des getauchten U-Bootes sozusagen kurz vor knapp wieder zum Leben erweckte.Das Gefahrenpotenzial in unserem Fall hingegen würde ich heute allerdings als geringer einschätzen, das heißt sofern ich das als Laie beurteilen kann. Während die umfangreichen, elektrotechnischen Umbauarbeiten in vollem Gange waren, nutzte ich die Zeit für eine, aus heutiger Sicht eher veraltet anmutende Maßnahme.
Ich schaffte es tatsächlich, meiner nostalgischen Ader sei Dank, einen arglos daher schlendernden Ureinwohner unvermittelt nach dem richtigen Weg zu fragen.Dieser zögerte zunächst erschrocken, da er erst bei genauerer Betrachtung mein einnehmendes Wesen erkannte, um dann aber doch, mit sichtlicher Erleichterung, meine Frage zu beantworten. Diese außergewöhnliche Befragung löste bei uns, allerdings erst später, unbändige Freude aus, als sich nämlich herausstellte, dass die Ausführungen des Bodensee-Aborigines vom wieder genesenen Navy, zwar erst im Nachhinein, aber dann doch in vollem Umfang bestätigt wurden.

Kritisch wurde es für mich bei der Durchfahrung einer kleineren Bodenseegemeinde, als mir dort nämlich ein gelangweilter, nicht auf seinem Platz verbleiben wollender Straßenbegrenzungsstein urplötzlich in den Weg sprang und mir dabei fast den Lenker aus den Händen schlug.Nur durch eine blitzschnelle Reaktion meinerseits, das Ergebnis einer jahrzehntelang antrainierten und in der Ausführung für den Laien fast übermenschlich erscheinenden Körperbeherrschung, schaffte ich es, im allerletzten Moment das Schlimmste zu verhindern. So erreichten wir schließlich, dank vielfältiger Informationen und trotz lebensgefährlicher Zwischenfälle, Meersburg, eine der schönsten Städte am Bodensee. Hier bot sich auch  uns Ausnahmeathleten die Gelegenheit, die mittlerweile leeren Tanks wieder aufzufüllen.

Da für den kommenden Mittwoch Regen angesagt war, beschlossen wir die Tour etwas abzukürzen und setzten in Meersburg mit der Fähre über.In Allensbach, in dem Ort, in dem das bekannte Meinungsforschungsinstitut seinen Sitz hat und das am Bodensee an dem Teil liegt, der sich Gnadensee nennt, übernachteten wir zum zweiten und letzten Mal.Zuvor ließen wir uns, in einem wunderschön am Strand gelegenen Restaurant, die dort gebotenen Seespezialitäten auf der Zunge zergehen.

Am Mittwochmorgen, dem nächsten und gleichzeitig letzten Tag unserer Radreise, fuhren wir über Radolfzell und Stein am Rhein wieder Richtung Konstanz.In Steckborn, ca.20 Km vor Konstanz, wo wir nochmals Rast machten, fing es dann tatsächlich an zu regnen. Da es aber kein schlechtes Wetter, sondern nur unpassende Kleidung gibt, kramten wir unsere, einstmals von führenden Wetterfröschen designte, im Vietnamkrieg Wolkenbruch- und Tropenregenerprobte, aquaplaningsichere und nur in Teilen noch gut erhaltene Regenausrüstung aus unseren Satteltaschen, um dann in einem von zahlreichen Zuschauern am Wegesrand frenetisch gefeierten Endspurt den Ausgangspunkt Konstanz und somit das rettende Auto zu erreichen.

Mit Hilfe trockener Bemerkungen schälten wir uns aus der nassen Kleidung und fuhren alsdann, nach insgesamt drei Tagen und ungefähr 240 Km auf dem Rad, glücklich und zufrieden der Heimat entgegen.
So hatte sich doch abschließend herausgestellt, dass auch der ältere Mensch als solcher, durch beherztes Auftreten, verbunden mit bescheidenen Umgangsformen, gerade in den Bereichen der Völkerverständigung wegweisend und beispielgebend unterwegs sein kann- eine Tatsache, die uns hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt.

Bei allerdings nur zwei, noch dazu in erzkonservativen Stil durchgeführten Übernachtungen ist es uns möglicherweise nicht ganz gelungen, diesen, für viele Fachleute unerwartet positiven Gesamteindruck in den Köpfen der Bodenseeanrainer eindrucksvoll zu verankern. Für einen noch längeren Aufenthalt dann die passenden Worte zu finden wäre auch unter Umständen sehr schwierig geworden.

Hier hätte man extra einen Erlebnisbegleitband herausgeben müssen, was auf Grund der Tatsache, dass der Literaturnobelpreis mittlerweile an Sänger verliehen wird, sicherlich wenig sinnvoll gewesen wäre. Diese Radreise aber zu intonieren, um beide Protagonisten im Zweikanalton harmonisch abzustimmen, wäre für viele Freunde des gehobenen Gesangvortrags, insbesondere aber auch für  alle führenden Hörgeräteakustiker, zweifelsfrei eine Herausforderung der besonderen Art gewesen und meiner Meinung nach kaum geeignet ein Nobelpreiskomitee nachhaltig zu beeindrucken.
Somit können wir, so hoffe ich jedenfalls, einer durchaus möglichen Unterlassungsklage namhafter Musikproduzenten in entspannter Haltung entgegen sehen.

Wir haben vor, nächstes Jahr etwa um die gleiche Zeit wieder eine Tour zu starten.Die Strecke wird noch festgelegt.Mitfahrer sind willkommen.Bewerbungen sind zu richten an:  H&M Reisen (Helmle & Mieger)Veranstalter von Radstrapazen für ältere Masochisten. Anträge sind natürlich nur mit Beilage eines polizeilichen Führungszeugnisses und dem Nachweis einer Krankenversicherung einzureichen. Eine Stuhlprobe ist nicht erforderlich, da jeder auf seinem eigenen Sattel sitzt.Die Einreichungen erfolgen in der Regel in schriftlicher Form, in Ausnahmefällen auch mündlich, allerdings in einem, für Bittsteller angemessenen Tonfall also ohne über Gebühr die Stimme zu erheben. Die ersten hundert eingehenden Bewerbungen werden übrigens kostenneutral bearbeitet.

In der Hoffnung, durch diesen in kurzen Worten geschilderten Radreisereport, viele Tennisspieler für den Radsport begeistert zu haben, verharre ich in vorzüglicher Hochachtung und verbleibe so mit unverbindlichen Grüßen,

Michael Mieger